Mehr Rücksicht im Straßenverkehr – gemeinsam für mehr Sicherheit

Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer zum „Tag der Verkehrssicherheit“ 2013


(Foto: BMVBS)
Berlin, 3. Juni 2013 – Auf dem Weg zu mehr Verkehrssicherheit hat unser Land Beachtliches vorzuweisen. So hat die Anzahl der im Straßenverkehr verunglückten Menschen seit Beginn der deutschen Unfallstatistik im Jahre 1953 einen historischen Tiefstand erreicht – und das, obwohl sich die Zahl der Fahrzeuge seitdem verdreifacht hat. Im vergangenen Jahr gab es 10,1 Prozent weniger Verkehrstote als im Vorjahr. Damit ist die Zahl der Todesopfer mit 3.606 im Jahr 2012 noch stärker als erwartet gesunken und liegt sogar unter dem bisher niedrigsten Wert von 3.648 Todesopfern des Jahres 2010. Auch im ersten Quartal dieses Jahres gab es laut neuester Statistik weniger Unfälle, Verletzte und fast 150 weniger Tote im Straßenverkehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dies sind zweifellos erfreuliche Entwicklungen.

Dennoch: Anders betrachtet verloren pro Tag im Schnitt zehn Menschen ihr Leben im Straßenverkehr, davon alle sechs Stunden einer durch zu schnelles Fahren. Alle 18 Minuten verunglückte im vergangenen Jahr ein Kind – alle acht Minuten wurde ein Verkehrsteilnehmer schwer verletzt. Diese Zahlen sind nach wie vor erschreckend und zeigen uns, dass wir die Hände nicht in den Schoß legen dürfen. Jeder im Straßenverkehr Verunglückte ist ein Opfer zu viel!

Die Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit ist daher ein zentrales Anliegen des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Mit zahlreichen Maßnahmen und Initiativen ist es uns in den letzten Jahrzehnten gelungen, die Zahl der auf deutschen Straßen tödlich Verunglückten drastisch zu reduzieren. Und wir werden in unserer Arbeit für mehr Verkehrssicherheit nicht nachlassen.

Der Bund hat deshalb in dieser Legislaturperiode ein neues Sicherheitspaket auf den Weg gebracht. Mit dem neuen Verkehrssicherheitsprogramm wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, die Zahl der Todesopfer in unserem Land noch in diesem Jahrzehnt um 40 Prozent zu mindern. Zudem müssen wir dringend auch die Zahl der Verletzten verringern, die im letzten Jahr bei über 380.000 lag. Im Visier haben wir dabei vor allem die schwächeren Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger, Radfahrer, Kinder oder auch Senioren. Auch das vom Deutschen Bundestag soeben beschlossene Neue Punktesystem soll einen Beitrag leisten zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.

So sehr die Politik ihren Beitrag leisten kann und muss, so sehr ist Verkehrssicherheit vorrangig eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb ist es wichtig und verdienstvoll, dass sich viele Initiativen, Länder und Gemeinden, Schulen, Verbände und Vereine das Thema Verkehrssicherheit auf ihre Fahnen geschrieben haben und entsprechende Aktionen oder Kampagnen initiieren. Sie alle sind unverzichtbare Partner, wenn es darum geht, die Sicherheit auf unseren Straßen weiter zu verbessern. Wir brauchen das Engagement aller, aber auch jedes Einzelnen. Mein Appell geht deshalb an alle Verkehrsteilnehmer, mehr Rücksicht untereinander zu üben und gemeinsam daran mitzuwirken, dass weniger Unfälle geschehen.

Auch der gemeinsame „Tag der Verkehrssicherheit“, der jedes Jahr im Juni vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat bundesweit veranstaltet wird, trägt mit vielen Aktionen dazu bei, die Unfallzahlen zu senken.