„Ich hatte mehrere Schutzengel“

Erfahrung mit Rettungskräften hat Bernhard Bozian bisher nur vor der Kamera gesammelt: bei einem Gastauftritt in der TV-Serie „112 – Sie retten dein Leben“. Damit das so bleibt, setzt der 29-Jährige, der unter anderem durch Rollen in „Anna und die Liebe“ und „Marienhof“ bekannt wurde, im Straßenverkehr auf Rücksicht.. Für „Runter vom Gas“ engagiert sich der Schauspieler zum Thema „Anschnallen“ – und plädiert für mehr Gelassenheit hinterm Steuer.


(Foto: CHL)

Bernhard, du setzt dich für „Runter vom Gas“ und das Thema „Anschnallen“ ein. Warum?

Es ist einfach eine tolle Gelegenheit, mich für eine gute Sache zu engagieren und vielleicht ein paar Leute inspirieren zu können, ihr Verhalten zu überdenken. Das Thema „Anschnallen“ ist mir dabei besonders wichtig: Ich war schockiert, zu hören, wie viele Menschen immer noch bei Unfällen ums Leben kommen, weil sie unangeschnallt waren. Dabei ist es so einfach, den Sicherheitsgurt anzulegen, wenn man sich ins Auto setzt. Es kostet weder Zeit noch Mühen, ist nur eine kleine Routine – und bewahrt vor soviel Unglück. Und das gilt auch für alle Beifahrer.

Hattest du selbst schon einmal einen Unfall?

Nein, Gott sei Dank nicht. Aber ich hatte mal großes Glück, als ich mit dem Rad unterwegs war: Ich habe eine Straße überquert und dabei vergessen, nach links zu schauen – ich kann mir bis heute nicht erklären, warum. Und da kam ein riesiges Wohnmobil auf mich zugefahren. Glücklicherweise konnte der Fahrer noch rechtzeitig bremsen. Ich glaube, da hatte ich gleich mehrere Schutzengel.

Du hast früher die betont defensive Kampfsportart Aikido praktiziert, heute bist du ein großer Fan von Yoga. Bist du auch im Straßenverkehr ein eher ausgeglichener, friedlicher Typ?

Mir fällt immer wieder auf, dass viele Leute, die privat sehr umgängliche und friedliebende Menschen sind, im Straßenverkehr ein zweites Gesicht zeigen. Sobald sie den Zündschlüssel umdrehen, verhalten sie sich, als würden sie in den Krieg ziehen. Diesen Menschen möchte ich gerne vermitteln, etwas nachsichtiger zu sein, mehr Rücksicht zu nehmen und auch mal Fehler zu verzeihen. Wenn man zu Fuß unterwegs ist und der Vordermann stolpert oder trödelt etwas, schreit man den ja auch nicht gleich an, oder?! Seitdem ich mir das bewusst gemacht habe, bin ich viel gelassener hinterm Steuer.

Weitere Fakten und Informationen zum Thema „Anschnallen“ finden Sie unter www.runter-vom-gas.de.