13.-21.6.2015

Aktionswoche Alkohol

Die Aktionswoche Alkohol findet vom 13. bis 21. Juni 2015 zum fünften Mal statt. Ziel ist es, das Motto „Alkohol? Weniger ist besser!“ in die Öffentlichkeit zu tragen und die Menschen in Deutschland mit persönlicher Ansprache in ihren unterschiedlichen Lebensbereichen zu erreichen.

Wieder sind tausende Engagierte neun Tage lang dabei: Mitglieder von Selbsthilfegruppen, Fachleute von Beratungsstellen, Fachkliniken und aus der Suchtprävention, Ärzte, Apotheker und Menschen, die in Vereinen und in Kirchen aktiv sind.

Die Veranstalter wenden sich an alle, die Alkohol trinken.

Das sind 90 Prozent der Bevölkerung. Um viele Menschen zu erreichen, veranstalten sie an vielen Orten Aktionen. Sie sprechen die Menschen direkt an – am Arbeitsplatz, in der Kirche, in der Arztpraxis oder in der Apotheke, auf dem Sportplatz oder in Einkaufspassagen. Sie informieren über Alkohol und regen in Gesprächen an, über den eigenen Alkoholkonsum nachzudenken: Wie viel Alkohol trinke ich? Und was ist zu viel?

Die meisten wissen es nicht: Bereits das erste Glas senkt die Aufmerksamkeit beim Autofahren oder während der Arbeit. Und das tägliche zweite Glas Bier oder Wein erhöht das Risiko für die Gesundheit. Die Botschaft der Aktionswoche Alkohol ist daher:

Weniger Alkohol ist besser. Und bei der Arbeit und auf der Straße 0 Promille.

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) unterstützt federführend die Veranstalter in den Regionen. Sie gibt Anregungen und Ideen für Aktionen, stellt Plakate und Infomaterial zur Verfügung, koordiniert alle Aktivitäten und macht bundesweit Öffentlichkeitsarbeit. Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, ist Schirmherrin der Aktionswoche. Breiten Zuspruch findet die Aktionswoche Alkohol auch in der Schweiz und in Liechtenstein. 2015 beteiligen sich außerdem zum ersten Mal Österreich und Polen. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) ist in diesem Jahr zum ersten Mal Partner der Aktionswoche.

Diese Internetseite ist die zentrale Plattform für Veranstalter, (Fach-)Öffentlichkeit und alle, die mehr über Alkohol wissen möchten. Sie informiert über die Veranstaltungen und Materialbestellungen, liefert Hintergrundinformationen zum Thema Alkohol und bietet allen Hilfesuchenden Informationen und Adressen.

 

Alkohol und Straßenverkehr

„Ach, die paar Gläser Bier“ -   Alkohol am Steuer ist kein Kavaliersdelikt

Die gute Nachricht vorweg: In den vergangenen 40 Jahren ist die Zahl der Alkoholunfälle kontinuierlich gesunken. Die schlechte Nachricht: Alkohol am Steuer ist nach wie vor Unfallursache Nummer eins. Jeder elfte Unfalltote ist Opfer eines alkoholisierten Fahrers oder – wesentlich seltener – einer alkoholisierten Fahrerin. Jedes Opfer ist eins zu viel.

Alkohol wirkt wie ein Betäubungsmittel. Bereits bei 0,2 bis 0,3 Promille, also nach einem Glas Bier oder Wein, verlängert sich die Reaktionszeit und die Bereitschaft steigt, riskant zu fahren. Ab etwa 0,5 Promille reagiert man langsamer, schätzt Geschwindigkeiten falsch ein und ist risikobereiter. Die Gefahr, in einen Unfall verwickelt zu werden, ist dann doppelt so hoch wie in nüchternem Zustand. Wer in diesem Zustand noch Auto fährt, handelt ordnungswidrig.

Je mehr Alkohol ein Fahrer getrunken hat, desto mehr Fehler macht er: Er fährt zu schnell, fährt Schlangenlinien, macht riskante Überholmanöver und neigt dazu, viele Personen mitzunehmen. Ab 0,8 Promille steigt das Unfallrisiko steil an. Bei 1,1 Promille ist es 10 Mal so hoch wie im nüchternen Zustand. Das ist der Grenzwert für absolute Fahruntüchtigkeit.

Bei Fahrradfahrern steigt die Fehlerquote sprunghaft an, insbesondere das Reaktionsvermögen ist beeinträchtigt. Fahrradfahrern sind an den Alkoholunfällen überproportional beteiligt. Als ungeschützte Verkehrsteilnehmer tragen sie besonders schwere Verletzungen nach einem Unfall.

Nachtschlüssel

Kurzfilm zur Aktionswoche Alkohol online„Alkohol? Nicht im Straßenverkehr!“ – das ist die unmissverständliche Botschaft des Kurzfilms „Nachtschlüssel“. Dieser wird anlässlich der Aktionswoche Alkohol hier auf Facebook und deutschlandweit in U-Bahnstationen gezeigt. Der Spot wurde produziert durch das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) und für die Aktionswoche Alkohol 2015 freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Noch immer werden die vielfältigen Gefahren einer alkoholisierten Teilnahme am Straßenverkehr häufig unterschätzt. Nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Radfahrer und Fußgänger steigt das Unfallrisiko bereits unter geringem Alkoholeinfluss. Der Film soll darauf aufmerksam machen, dass Alkohol im Straßenverkehr nichts zu suchen hat. Unterstützt wird die Botschaft durch den Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR).

Posted by Aktionswoche Alkohol on Dienstag, 31. März 2015



Veranstalter/Partner:

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) e.V.
http://www.aktionswoche-alkohol.de/hintergrund-alkohol/strassenverkehr.html